Dienstag, 10. Januar 2017

Räuchermann im Schneemann-style

Ich hatte mal ein Räuchermännchen aus dem Erzgebirge vererbt bekommen, das war zwar optisch schön anzusehen, jedoch die Funktion war nicht wirklich gegeben, also der Räucherkegel ging regelmässig aus.
Also wollte ich mal was neues ausprobieren, und da ja derzeit auch Schnee liegt, habe ich ein paar Räucherschneemänner gemacht.

Nun ja, wie macht man soetwas? Ich habe mir das Räuchermännchen als Vorlage für das System genommen, und das Schneemännchen einfach aus einem 10*10er Kantel Fichte gedrechselt.
Zuschnit mit der Bandsäge

Einmal rund gemacht und die Kugelgrenzen angezeichnet

Mit der KDV die Kugeln gemacht

Innenarbeit und Loch für Rauchauslass gebohrt

Den Hut auch aus dem gleichem Stück gemacht

Auch den Sockel

Räuchersockel festgeschraubt und die Luftlöcher gebohrt

Auch die Nase ist gedrechselt
Da mir die nur-Sockel Variante nicht gefalen hat, habe ich einfach Freihand mit der Bandsäge ein paar Reststücke bearbeitet, dann grob die Mitte angezeichnet, und mittels Lochsäge ein Loch gesägt.
Die Sockel mit der Bodenplatte verleimt, noch ein paar Distanzstücke unten angeklebt und  das ganze abgerundet und gestrichen.

Die erste Räucherprobe ging voll daneben, der Räucherkegel ging ebenfalls aus.....
Dann überlegt, woran das liegen könnte, und Nummer 1 bekam eine Kernbohrung in den Kopf, und der Hut mittels Dübel auf ca. 3mm Distanz gebracht. Und siehe da, er rauchte! Geht doch.

Aus dem Fehler der falschen Bohrung gelernt, und die beiden anderen schon anders gebohrt.
Jetzt wusste ich auch, warum das Erbstück nicht rauchte.... Einfach auf Masse gemacht, ohne die Funktion zu testen.














Die Hüte schwarz lackiert, die Nase rot, und die Knöpfe aus Dübel hergestellt. 2 Schneemänner habe ich weiß lackiert, und Nummer 1 blieb natur, mit einer Schicht Klarlack drauf. Dann die Einzeile der Schneemänner zusammengeklebt und meine Frau hat  die finalen Malarbeiten übernommen.

Und ja sie rauchen, besser als ich mir das vorgestellt hatte. Thermisch gesehen, wird das Holz zwar warm, aber weder innen noch außen heiß. Also alles richtig gemacht. Jetzt kommen noch ein paar Räucherbäumchen dazu, und dann vielleicht auch mal ein richtiges Räuchermännchen/Räucherweibchen.


Sonntag, 9. Oktober 2016

Dachrinnenausbläser im DIY


Jeder, der ein Haus mit angrenzenden Obstgarten hat, kennt das Problem im Herbst.... verstopfte Dachrinnen durch die Blätter; immer das mühevolle Aufstellen der Leiter, 1m reinigen, Leiter verstellen, wieder 1 Meter....
Ich habe mir eine Lösung gebaut, die fast nichts kostet, und das Material liegt normalerweise in einer gut sortierten Werkstatt herum.
Benötigt werden:
  • 3 Kniestücke 90° eines 20 mm Eletroinstalationsrohres
  • 1 Elektroinstalationsrohr 3m
  • ein Restück des Rohres
  • Panzerband und Kleber
  • Eine Ausblaspistole
  • Eine alte Leimdüse
 
 
 

Ich habe die Winkel miteinander verklebt, und eine alte Leimdüse passend geschnitten und ebenfalls verklebt.
Das gesamte Material...

Zuschnitt der Verbindungsstücke



Leimdüse passend geschnitten

und dann eingeklebt

Dann habe ich eine Untertopfsprühpistole genommen (Einfach weil die gerade vorhanden war), mit Panzerband eine passende Abdichtung hergestellt, und dann nach dem Reinstecken in das Rohr nochmals mit Panzerpand verbunden.

Und das wars schon, ein 5 Minuten Projekt, dass schneller fertig war, als das ich normalerweise die Leiter hole und den ersten Meter geschafft habe.

So sah es vor dem Ausblasen aus:

Und so danach: (Ok, die nassen Blätter gehen nicht so leicht raus)



Sonntag, 4. September 2016

Das Grillomobil - oder wie baue ich eine Outdoorküche

Mein Urlaub ist leider vorbei....
Aber ich habe zumindest 1 von 3 geplanten Großprojekten fertig bekommen, das Grillomobil!

Anfangs hatte ich einen Plan, was alles in das Grillomobil rein soll: Waschbecken, Seifenspender, Handtuchhalter, Radio, Steckdosen, und natürlich eine Vergrößerung der Ablagefläche, denn davon hat man immer zu wenig.
Also mal ein bisserl Material gekauft, und im guten Glauben aufgelegt.... naja, war wohl etwas wenig Holz, denn da habe ich über die doppelte Menge benötigt...
Zuerst habe ich den unteren Rahmen aus 5/8er Staffel geschnitten, gehobelt, verleimt und verschraubt.














Dann habe ich mich an das eigentlich Fahrwerk gemacht, und da die Originalen Rollen schon etwas sehr bedient waren, einfach nicht für offroad konzipiert, habe ich das ganze gleich mit Scheibtruhenrädern gemacht. Dabei sollte man darauf achten, dass man an die Ventile auch nachher ran kommt, auch eine Art Lager sollte verwendet werden; natürlich hausgemacht. Vorne habe ich mich entgegen meiner ersten Planung für 2 fixe Füße entschieden, da ich mir somit die Bremse gespart habe.


Gerade rollten die nicht mehr...













Dann habe ich den gesamten Rahmen aus 5/8ern geschnitten, und montiert. Dazu half mir mein Rangierwagenheber, um den Rahmen von unten zu verschrauben. Der Gasschlauch musste natürlich zugänglich bleiben.

Rangierwagenheber - what else?


Die Seiten habe ich mit Leimholz verblendet, und aus Brandschutzgründen, die heißen Stellen mit Fermacell verschraubt. Die endgültige Höhe des Waschbeckens habe ich dann empirisch ermittelt.














Das Waschbecken, also eigentlich eine Kühlbox habe ich durchbohrt, einen Ablauf hineinmontiert, und das ganze mal auf Dichtheit getestet.














Die Elektroinstallation, welche aus einem Autoradio, einem Computernetzteil, 2 Steckdosen und 2 Lautsprechern besteht, wurde in einer Nacht&Nebel Aktion eingesetzt. Es empfielt sich, die Stromversorgung mittels Akku sicherzustellen, da durch das Comuternetzteil der Empfang merklich leidet.














Die Deckplatten habe ich an die schon vorhandene Schräge angepasst, auch um somit den Luftstrom zu ermöglichen. Beim Waschbecken, habe ich dann noch einen Seifenspender eingebohrt, eine Stoppelkette montiert, und die Wasserarmatur an eine Gardena-Kupplung montiert, und den zweiten Zulauf zugestoppelt.
Positionshalter aufgeleimt

Stoppelkette

Sie läuft



















Ich finde es genial, dass es noch Schaniere gibt, wo keine Bohanleitung dabei ist... Ich habe es geschafft, genau solche zu kaufen, also ein bisserl experimentiert, um das ideale Ergebnis zu erhalten. Dann habe ich aus einem 5/8er Leisten geschnitten, diese mit der Oberfräse in Form gebracht, und auf 45° geschnitten. Zum Glück hat man fallweise eine Vorahnung, und ich habe die Schanierbohrung auf einem Abfallstück ausprobiert, und siehe da, ich wäre schön durch gekommen, also habe ich im Bereich der Schaniere das Holz um 4 mm aufgedoppelt. Die Füllung habe ich dann aus einer Sperrholzplatte geschnitten, eingeleimt, und festgetackert. Ich war froh, als beide Türen drin waren...
Try und 3 Error

Rahmenprofil selbst erstellt

und durch ...

Rahmenfüllung reingetackert


Tür drin













Als Türgriff habe ich stilecht einen Kochlöffel verwendet. Dann noch ein paar Dekoleisten montiert, den Handtuchhalter, die Griffe, etc.
Einen ganzen Kochlöffel kann man so schlecht anleimen


Zierleisten verleimt

Immer diese Spezialstückerl

Ausgeborgte Gehrungssäge von meinem Vater


  
Dann das ganze gestrichen, und als letzte Arbeit noch die Haltemagnet für die Türen montiert, fertig!
Ich habe dann im Betrieb gemessen, wie warm das Holz wird, bei 68° blieb das Thermometer stehen, also keine Probleme in Sicht!